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10.07.2002 

MarkenNews

Musikstars: Marken fürs Merchandising
Elvis, Heino und Die Toten Hosen mit umfassendem Markenschutz

Unter Markenreports veröffentlicht markenplatz.de eine neue Erhebung eingetragener Promi-Marken. Diesmal für Musikstars, wobei die Bandbreite der Auswahl vom Country-Sänger über den HipHopper bis zum Schlagerstar reicht. Das Ergebnis der Untersuchung: Namen von Musikstars werden immer besser geschützt. Ein möglicher Grund könnten die sinkenden Tonträger-Verkäufe in Zeiten der weltweiten Musiktauschbörsen sein. Damit wird das Merchandising immer wichtiger, denn T-Shirts oder Kaffeetassen lassen sich nicht downloaden. Um hier aber gegen Markenpiraten gut gerüstet zu sein, werden Namen als Marken für möglichst viele Waren- und Dienstleistungsklassen bei den Patentämtern gesichert. Zumindest auf die für das Merchandising relevanten Bereiche erstreckt sich der Schutz der Popstar-Marken, die entweder auf die Stars selbst, auf das jeweilige Plattenlabel oder die Marketingfirma eingetragen sind.

Unter den Größen des Rock- und Popgeschäfts mit den meisten Markeneintragungen sind die amerikanischen Stars vorne – wie schon bei den Sportlern (siehe Markenreport „Berühmte Sportler als Marke“). Die größte Anzahl an Marken sind für den unsterblichen Elvis Presley eingetragen, dessen Nachlass von der Elvis Presley Enterprises Inc. in Memphis verwaltet wird, die auch die Rechte an den meisten der insgesamt 53 Marken hält (wir berichteten). Überraschend unterrepräsentiert: Pop-Queen Kylie Minogue. Es gibt nur drei „Kylie“ Marken, zwei davon für „Spannbetttücher mit Feuchtigkeitsschutz“. Wer sich nicht absichert gerät in Gefahr, Opfer sogenannter Trittbrettfahrer zu werden, die versuchen, bekannte Namen für eigene Zwecke zu registrieren.

Anders als bei den Sportlern besteht bei Musikstars zwar weniger die Gefahr, dass Trittbrettfahrer deren Spitznamen als Marke anmelden, um von dem Ruhm und der Bekanntheit der Stars zu profitieren, denn viele Musikstars treten ohnehin unter markenfähigen Künstlernamen auf (etwa Madonna, Puff Daddy oder Spice Girls). Sowohl Fantasienamen als auch bürgerliche Namen haben Unterscheidungskraft und erfüllen im Normalfall die formalen Eintragungsvoraussetzungen bei den für Marken zuständigen Registrierungsbehörden. Aber die gewählten Künstlernamen haben Markenqualität. Sie bieten Merkfähigkeit, Wiedererkennungswert und transportieren ein entsprechendes Markenimage meist besser als der bürgerliche Name. Dennoch vermarkten viele Künstler die Bekanntheit ihres bürgerlichen Namens bestens, u.a. Britney Spears, George Michael oder Michael Jackson. Eine weiß sogar beides zu vermarkten: Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez, die vor kurzem unter dem Label „J. Lo“ ihre erste Bekleidungs-Kollektion vorstellte, unerwarteterweise mit bisher mäßigem Erfolg (wir berichteten). Bei den zwei deutschen Markenanmeldungen für „J. Lo“ ist allerdings ein Widerspruch anhängig.

Trotzdem gehören eben nicht alle Musiker-Marken dem jeweiligen Künstler. Gerade für „Madonna“ finden sich einige namensgleiche Marken, die nichts mit dem Musikbusiness zu tun haben. Auch die 12 US-Marken für „Sasha“ dürften wohl kaum in Beziehung zu dem deutschen Sänger stehen. Die Hard-Rock-Band Metallica aus San Francisco, in der markenplatz-Liste der meisten eingetragenen Musiker-Marken auf Platz drei, ist in Deutschland beispielsweise auch als Name für Taschenlampen, Stickgarn und Möbel geschützt. Dagegen wachen neben den Toten Hosen, die vier deutsche, zwei internationale und eine US-Marke für nahezu alle Klassen schützen ließen, auch die Scorpions sehr genau über ihren Namen. Auf die Musikproduktionsgesellschaft der deutschen Rocker sind sogar drei US-Marken eingetragen.

Der Name „Rolling Stones“ ziert eine Süßigkeiten-Marke, drei Marken eines deutschen Juweliers und ist einmal für Brillen eingetragen. Die übrigen fünf Marken gehören allerdings dem niederländischen Plattenlabel Musidor BV, das aufgrund dieser Rechte erst im Februar einen Domainstreit um „rollingstones.com“ gewann. Vor dem Schiedsgericht des National Arbitration Forum war Musidor gegen einen koreanischen Inhaber erfolgreich (Fall Nr. FA0112000103053). Im Internet gehört der Streit um die Namen zum Alltag. Gerade die Domains von Stars stehen im Focus der Domaingrabber, die sich nicht immer klar von überzeugten Fans unterscheiden lassen. Markenplatz.de veröffentlicht regelmäßig die aktuellen Urteile. Auf der Tagesordnung standen erst kürzlich „vanmorrison.com“ und eine Domain, auf die Alanis Morissette Ansprüche erhebt („alanis.net“, wir berichteten). Um die Markenrechte an der Domain „robbiewilliams.info“ wird demnächst das internationale Schiedsgericht der World Intellectual Property Organization (WIPO) entscheiden (wir berichteten).

Neun der 19 angemeldeten Marken für „Frank Sinatra“ wurden vom zuständigen Patent- und Markenamt interessanterweise als nicht schutzfähig und freihaltebedürftig abgelehnt. „Roy Black“ als Marke ließen vermeintliche Schlagerfans dagegen sogar für Pflanzen, Brillen, Wein oder Sportartikel eintragen. Neben der „Beatles“-Marke der Volkswagen AG meldete ein Privatmann aus Halle „Beatles Museum“ für Fremdsprachenunterricht an – mit anhängigem Widerspruch. An den restlichen fünf Eintragungen für die beliebten „Beatles“ hält die Londoner Apple Corps. Limited die Rechte. Um die wertvolle Marke der Retorten-Popstars „No Angels“ scheinen sich zwei Inhaber zu streiten, die jeweils eine deutsche und eine europäische Marke für dieselben Klassen angemeldet haben (u.a. für Tonträger und Bekleidungsstücke), denn gegen drei dieser Marken ist ein Widerspruch anhängig. Die vierte und älteste Marke wurde mit Priorität vom 19. Januar 2000 angemeldet, also noch bevor die fünf Mädels auf RTL2 als „Popstars“ ausgewählt wurden. Drei zurückgezogene „Spice Girls“-Marken lassen darauf schließen, dass es hier ähnliche Konflikte gab. Um eine Markeneintragung für „Bro’sis“, den Brüdern und Schwestern der zweiten „Popstars“-Staffel, sollen sich laut Bonnanwalt Boris Hoeller im Zuge der TV-Auswahl einige Trittbrettfahrer vergeblich bemüht haben. „Spekulationsmarken“ wie Hoeller meint, die wieder gelöscht wurden. Zudem sei schon vor der offiziellen Abstimmung durch die TV-Zuschauer der Name „Bro’sis“ als Marke und Domain eingetragen worden, während man sich nicht um den Markenschutz der übrigen Namensoptionen für das Pop-Quintett bemühte. Der Name stand daher wohl schon vorher fest.

Für Nachwuchsbands und Jungstars wird die richtige Namenswahl immer schwieriger, denn der Name soll nicht nur „cool“, sondern muss auch konfliktfrei sein. Was bei Sängerin „Nivea“ wegen des zur Marke passenden Images gerade noch geduldet wurde (wir berichteten), funktionierte bei „Allianz“ schon nicht mehr: Die Band „Die Allianz“ musste sich zur „Band ohne Namen“ umbenennen.

ck, rw

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