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News

03.03.2003 

MarkenNews

"Google" in aller Munde und doch kein Grund zur Freude:
Suchmaschinenanbieter fürchtet Verwässerung seiner Marke

"Google das mal!". Wer im Internet nach Informationen sucht, weiß schon lange, was diese Aufforderung zu bedeuten hat. "Googlen" heißt suchen, wobei der Name der international erfolgreichen Suchmaschine Google zur Grundlage der neuen Wortschöpfung geworden ist. Die American Dialect Society wählte das Verb "to google" kürzlich zum nützlichsten Wort des Jahres 2002. Um die Schutzrechte ihrer Marke sorgt sich jetzt allerdings die Google Inc., Anbieterin der Suchmaschine. Durch den Eingang des Wortes "google" ins Allgemeinsprachliche befürchtet sie eine Verwässerung ihrer Marke.

Mit Abmahnungen geht der Suchmaschinenanbieter deshalb gegen Veröffentlichungen vor, die das Verb "to google" auch als solches beschreiben. Als einer der ersten erhielt der Betreiber der Domain "WordSpy.com" einen Brief, in dem die Löschung einer auf seiner Seite erscheinenden Definition für "to google" gefordert wurde. Google begründete sein Vorgehen damit, dass der Eindruck entstehe, es handele sich bei dem Verb "googlen" um ein Synonym für "suchen". Internetnutzer sollten den Begriff "Google" mit den Serviceleistungen der Marke, nicht jedoch mit der allgemeinen Suche im Internet verbinden, so das Unternehmen, das eine EU- und fünf US-Marken für den Namen "Google" geschützt hat, unter anderem in den Klassen 35 (Werbung), 38 (Telekommunikation) und 42 (Unterhaltung). Der abgemahnte Betreiber von "WordSpy.com" weigerte sich jedoch, den Eintrag von seiner Seite zu nehmen. Allerdings hat er der Definition für "googlen" mittlerweile einen Hinweis auf die "Google"-Marke beigefügt.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Marke die Tendenz aufweist, zum Synonym für einen generischen Begriff zu werden. Der für Papiertaschentuch verwendete Begriff "Tempo", ebenso wie die für durchsichtiges Klebeband gebräuchliche Bezeichnung "Tesa-Film" beweisen eindrucksvoll, dass die zu Synonymen gewordenen Markennamen so sehr in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen sind, dass bei deren Verwendung noch nicht einmal mehr an die Ursprungsmarke gedacht wird. Weitere prominente Beispiele sind der Fön, ursprünglich ein von AEG entwickeltes Produkt, der von Daimler-Chrysler erstmalig hergestellte Jeep oder der einst von Beiersdorf auf den Markt gebrachte Labello.

Die Suchmaschinenanbieterin Google tut gut daran, dem scheinbar einsetzenden "google"-Trend aktiv entgegenzuwirken, da Marken zu den wichtigen immateriellen Vermögenswerten eines Unternehmens zählen. Im vergangenen Jahr erst hatte der Hersteller Sony seine exklusiven Schutzrechte an der Marke "Walkman" verloren - zumindest in Österreich (wir berichteten). Urteilsbegründung: Der Konzern habe die Markenentwicklung nicht aktiv verfolgt und auch keine Gegenmaßnahmen ergriffen, um der Entwicklung der Bezeichnung "Walkman" vom geschützten Produkt- zum Gattungsbegriff entgegenzuwirken.

Auch wenn sich die Google Inc. jetzt aktiv um Markenschutz bemühen muss, kann sie auf die kreative Namensgebung ihrer Suchmaschine auch ein bisschen stolz sein. "Altavisten" oder "Yahooen" hört sich nämlich nur halb so gut an.

juk

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